• Downfall: Survival Story


    Schon der Titelbildschirm sieht nicht gerade einladend aus, die Musik steuert ihren Teil dazu bei. Spätestens jetzt lässt sich erahnen, dass es bei diesem Spiel nicht gerade zimperlich zugehen wird...

    Vor dem eigentlichen Spielstart steht die Entscheidung über den Schwierigkeitsgrad an. Dabei steht neben "Normal" auch der "Hardcore Realistic Mode" zur Verfügung. Je nach Schwierigkeitsgrad ändern sich nicht nur die HP der Spielfigur, sondern im "Hardcore Realistic Mode" fallen Heilung und Zwischenspeicherungen komplett weg. Ein Spielmenü gibt es auf beiden Schwierigkeitsgraden nicht.

    Der Spieler verkörpert Jon, der es sich in einer Bar gemütlich gemacht hat. Zusammen mit Jon sind der Wirt Jay, sowie Mary mit ihrer Tochter Elisa als namenhafte Charaktere dort. Der friedlich beginnende Abend nimmt ein jähes Ende, als die Bar von Zombies angegriffen wird - Jon muss handeln. Die Aufgabe heißt: Überleben.

    Die Gruppe aus den besagten Charakteren hangelt sich nun durch insgesamt vier Kapitel und muss unterwegs ordentlich Federn lassen.

    Da es kein Tutorial für die Steuerung gibt, gestalten sich die ersten Schritte in diesem Spiel als schwierig. Eine kurze Einblendung mit Erklärungen wäre, auch im Hinblick darauf, dass Neulinge dieses Spiel spielen könnten, hilfreich gewesen. Quick-Time-Events werden zwar beschrieben, jedoch wird dem Spieler nicht mitgeteilt, dass er auch die Möglichkeit zu Rennen hat (was an manchen Stellen nicht unwichtig ist).

    Die Spiel"welt" ist dunkel, düster und bedrückend, jedoch passen hier die genutzten Tilesets an manchen Stellen nicht ganz zusammen. Atmosphärisch werden zusätzlich Akzente bei bedrohlichen oder traurigen Situationen durch musikalische Untermalung gesetzt. Auf Umgebungsmusik wurde sonst jedoch verzichtet, hier und da sind vereinzelt Soundeffekte zu hören.

    Dialoge zwischen den Charakteren sind solide umgesetzt und die Figuren bleiben ihrer jeweiligen Linie treu. Zwischendurch hat man die Möglichkeit selbst zu entscheiden, was der Charakter sagen soll. Dies hat jedoch kaum größeren Einfluss auf das anschließende Geschehen.
    Während des Spiels kann (und muss!) man vereinzelt mit der Umgebung interagieren, ansonsten tragen Inneneinrichtungen nur zu Dekozwecken bei. Man soll sich einfach nicht lange an einem Ort aufhalten.

    Es gibt für die Kapitel jeweils nur eine Möglichkeit sie zu lösen. Manchmal ist die Lösung auf den ersten Blick alles andere als offensichtlich, sodass einzelne Szenen unter Umständen mehrmals versucht/gespielt werden müssen. Hierbei kann das Spiel zwar frustrierernd, aber definitiv auch anspornend sein.

    Fazit:
    Bei Downfall - Survival Story handelt es sich um ein kurzes Spiel für Zwischendurch, allerdings sobald das Ende bekannt ist ohne wirklich großen Wiederspielfaktor.
    Für eine bedrückende Atmosphäre wird zwar gesorgt und die Charaktere agieren gut und glaubhaft miteinander, jedoch hat Downfall - Survival Story noch ein paar Schwächen. Es ist sicherlich kein schlechtes Spiel, jedoch könnte eine Überarbeitung an manchen Stellen nicht schaden.


    :plus: Bedrückende Atmosphäre entsteht
    :minus: Vermischung von Tilesets
    :plus: Glaubhafte Charakterdialoge
    :minus: Keine Info über wichtige Spielfeatures

    :minus: Kaum Wiederspielfaktor


    Link zur Spielevorstellung: (Link)




    Review von Genwin